Mittwoch, 10. April 2013.„Spreche ich mit …?“

Meinungsforschungsinstitute, Versicherungen und Mobilfunkanbieter lassen gern am Abend und am Wochenende anrufen. Anbieter von Social Media-Monitoring (!), Clippingdiensten oder Verkäufer von Anzeigen, die fürs Professionelle also, bevorzugen nine to five. Aber ausnahmslos alle fragen sofort nachdem sie sich gemeldet haben: „Spreche ich mit Hannelore Ohle?“ Das muss ein psychologischer Trick sein, um mich ins Gespräch zu verwickeln, denn schließlich habe ich mich mit Namen gemeldet.

Vor langer, langer Zeit habe ich treudoof  „Ja“ geantwortet, worauf sich ein Angebotsredeschwall über mich ergoss, den ich als höflicher Mensch nicht unterbrechen mochte. Meine anschließend angebrachten ablehnenden Antworten lösten einen weiteren Redeschwall aus, was dazu führte, dass ich niemals ein Gespräch beenden konnte, ohne unhöflich zu sein. Inzwischen bin ich früher unhöflich: Ich beende das Gespräch sofort, wenn jemand fragt „Spreche ich mit …?“

Sind seriöse Akquiseanrufe eigentlich erfolgreich?

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