Mittwoch, 08. Mai 2013.Warum kommunizieren Unternehmen ihre Nachhaltigkeit nicht?

Der aktuelle Sustainability Image Score (SIS) zeigt, wie wichtig aktive, langfristige und glaubwürdige Nachhaltigkeitskommunikation ist. Unternehmen, die an der Spitze der Scala stehen, wie Hipp oder BMW setzen auf die richtige Unternehmens-Strategie und kommunizieren sie über entsprechende Kampagnen.

Die Untersuchung zeigt auch, dass viele Unternehmen sich scheuen, ihr Sustainability-Engagement für die Imagepflege nutzen, weil sie Greenwashing-Vorwürfe fürchten  (reines Vortäuschen nachhaltiger Produktion). Leider ist diese Furcht nicht ganz unbegründet, denn selbst Unternehmen, die allergrößten Wert auf Transparenz und faire Produktion legen, haben nicht immer sämtliche Prozesse in der Hand, und Vorwürfe sind nur sehr schwer auszuräumen, selbst wenn sie unbegründet erhoben wurden. Kein Produkt ist jederzeit und lückenlos über jeden Zweifel erhaben. Trotzdem helfen auch in diesem Fall nur Aufklärung und Korrektur, selbst wenn die Öffentlichkeit sie nicht mehr zur Kenntnis nimmt.

Dennoch: Für Unternehmen, die sich – wie Hipp –  einer nachhaltigen, verantwortungsvollen Produktion quasi intrinsisch verpflichtet haben, lohnt die langfristige Investition in eine aktive Kommunikation. Unternehmen, die bezweifeln, dass Nachhaltigkeitskommunikation sich auszahlt und deshalb schweigen, bewirken das Gegenteil! Der Verbraucher deutet Schweigen auf eigene Weise: als Verschweigen.

(Quelle: nachhaltigwirtschaften.net)

Foto: Giant Baobab in der Nähe von Gravelotte, Limpopo, Südafrika. Er ist mehr als 2000 Jahre alt.

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