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		<title>Können Unternehmen Facebook aussitzen?</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 08:03:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannelore</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Seminar]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie sollten es nicht! Anfangs dachte man, man könne das Internet aussitzen. Heute haben alle Unternehmen und sogar (fast) alle Klein-Unternehmer eine Website. In drei bis fünf Jahren wird jedes Unternehmen eine Seite bei Facebook oder Google+ haben. Schon jetzt sagen 71% der vom Deutschen Institut für Marketing (DIM) befragten Dienstleistungsunternehmen, dass sie social media einsetzen. Nicht etwa, weil sie sich Umsatzsteigerungen erwarten. Sie wollen damit ihre Bekanntheit steigern (71%) oder eine bessere Kundenbindung (77%) erreichen. Kunden oder Bewerber hingegen wollen wissen, wie tickt das Unternehmen, für das ich mich interessiere? Ist es offen, neugierig, kritikfähig? Ist es interessiert am Dialog? Pflegt es eine Kultur der Kommunikation?</p>
<p>In meinen Unternehmens-Workshops und -Seminaren sagen die Teilnehmer dann oft: „Dann lasst uns doch einen Blog auf unserer Website und eine Facebook-Seite einrichten. Das ist doch schnell gemacht.“ Wenn es denn so einfach wäre&#8230;</p>
<p>Wer nicht nach einem Jahr mit nur 20 Followern (Abonnenten) frustriert die Segel streichen will, sollte sich vorher über ein paar Dinge klar werden: über Ziele und Zielgruppen, Zeitaufwand, personelle und finanzielle Ressourcen und darüber, wie die social media-Kommunikation in die Gesamtkommunikation integriert werden kann. Kurz: Ein Konzept hilft, frühes Scheitern und großen Frust zu vermeiden. Die entscheidende Frage aber bleibt: Ist mein Unternehmen „bereit“ für offene, kritische, neugierige Fragen und ist es interessiert am Dialog.</p>
<p>Unternehmen &#8211; auch Klein-Unternehmer &#8211; sind gut beraten, sich einem kritischen Dialog mit ihren Kunden und Nutzern zu öffnen und eine Veränderung ihrer Kommunikationskultur einzuleiten. Eine neue Generation steht in den Startlöchern, die für Geheimhaltung kein Verständnis mehr hat.</p>
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		<title>Positive Pädagogik</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 06:32:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannelore</dc:creator>
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		<description><![CDATA[credit: Charlotte Fischer Gerade ist das Buch „Positive Pädagogik“ des Erziehungswissenschaftlers und unerschütterlichen Optimisten Olaf Axel Burow erschienen. Nach der Lektüre musste ich dem Autor, den ich seit vielen Jahren gut kenne, folgendes dazu schreiben: Sie selbst stellen resigniert fest, „dass die Misere des öffentlichen Bildungssystems seit Jahren bekannt und in vielen Aspekten untersucht ist, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>credit: Charlotte Fischer</em></p>
<p style="text-align: left;">Gerade ist das Buch<strong> „Positive Pädagogik“</strong> des Erziehungswissenschaftlers und unerschütterlichen Optimisten Olaf Axel Burow erschienen. Nach der Lektüre musste ich dem Autor, den ich seit vielen Jahren gut kenne, folgendes dazu schreiben:</p>
<p>Sie selbst stellen resigniert fest, „dass die Misere des öffentlichen Bildungssystems seit Jahren bekannt und in vielen Aspekten untersucht ist, ohne dass die Erkenntnisse einen entsprechenden Wandel zur Folge gehabt hätten“.</p>
<p>Warum wird jemand in voller Kenntnis der Misere unseres Bildungssystems überhaupt noch Lehrer? Wieso sind sie uns nicht längst ausgegangen? Lehrer wird, wer dieses System in Ordnung findet, wer Sicherheit, hohes Einkommen, eine gute Pensionen, Kontinuität und Planbarkeit sucht.</p>
<p>Lehrer gehören, wie Ärzte und Anwälte, zu den besserwissenden Berufen. Warum sollten ausgerechnet sie sich von anderen, beispielsweise Ihnen, „belehren“ lassen, um ihre Schule zu verändern? Meine Erfahrung ist, sie lassen sich ungern in die Karten schauen. Ich kenne kaum eine Berufsgruppe, die ähnlich arrogant und verletzend miteinander umgeht.</p>
<p>Ich fürchte, dass dieses System nicht wirklich durchbrochen werden kann, weshalb, lieber Herr Burow, leider auch Ihr wunderbares Buch nichts verändern wird.</p>
<p><strong>Seine Antwort:</strong></p>
<p>Dank für die Rückmeldung! Wahrscheinlich haben Sie in weiten Teilen recht, und nach 40 Jahren Beschäftigung mit Pädagogik frage ich mich auch manchmal, warum ich nicht einen vernünftigen Beruf ergriffen habe.</p>
<p>Aber Frust beiseite: Trotz meiner 60 Jahre bin ich noch immer vom &#8220;Prinzip Ermutigung&#8221; Robert Jungks beflügelt und werde darin auch gar nicht so selten bestätigt: Wenn es gelingt, Lehrer, Eltern und Schüler gemeinsam über Schule nachdenken und sogar visionieren zu lassen, dann kommt nach meiner Erfahrung, selbst in festgefahrenen Kollegien gar nicht so selten erstaunlich Vernünftiges dabei heraus, und manchmal ändert sich sogar was.</p>
<p>Aber richtig ist, dass zu viele meiner Studierenden schon früh überangepasst sind und in Ruhe gelassen werden wollen: Typische Äußerung in der Vorlesung: &#8220;Warum stellen Sie uns immer solche unrealistischen Ausnahmeschulen vor und keine Normalschulen?&#8221; Die Lehrerrekrutierung ist das ungelöste Problem: Wir lassen zuviel Ungeeignete in den Beruf. Die Lehrerausbildung ändert daran leider fast nichts.</p>
<p>Allerdings gibt es einen kleinen Kreis hoch Engagierter, die schon heute tolle Schulen machen &#8211; und zu deren Ermutigung schreibe ich wohl &#8211; die anderen erreiche ich ohnehin nicht.</p>
<p>In dieser Nische lebt es sich durchaus passabel &#8211; ich sammele die positiven Beispiele. Seitdem finde ich immer mehr &#8220;gute Schulen&#8221; und bin durchaus optimistisch, dass der eine oder andere ermutigt wird, mit den Konventionen zu brechen, denn die Beispiele zeigen: Mit einem engagierten Team ist selbst unter schwierigen Bedingungen fast alles möglich!</p>
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		<title>Schule ist doch keine geschlossene Anstalt!</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 06:38:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannelore</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Harald Martenstein schreibt eine Kolumne für das Magazin der Wochenzeitung Die Zeit. Darin hat er immer mal wieder über die vielen Unterrichtsstunden sinniert, die an der Schule seines Sohnes – und nicht nur dort – ausfallen, und er hat auch gleich praktische Lösungen vorgeschlagen. Man könne, so seine Idee, in diesen Notfällen – und nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Harald Martenstein schreibt eine Kolumne für das Magazin der Wochenzeitung <em>Die Zeit</em>. Darin hat er immer mal wieder über die vielen Unterrichtsstunden sinniert, die an der Schule seines Sohnes – und nicht nur dort – ausfallen, und er hat auch gleich praktische Lösungen vorgeschlagen. Man könne, so seine Idee, in diesen Notfällen – und nur in diesen &#8211; doch Berufstätige unterrichten lassen: Biologieprofessoren etwa, Computerexperten oder Handwerker. Es ging ein Aufschrei der Entrüstung durch die deutsche Lehrerschaft. Wer sich für die Details interessiert, kann den humorvollen, hintersinnigen Text in der <em>Zeit</em> <a href="http://www.zeit.de/2011/25/Martenstein">nachlesen</a>.</p>
<p>Mag sein, dass die Lehrer genug haben von Belehrungen von außen, vielleicht befürchten sie aber auch, von anderen verdrängt zu werden. Sicher ist: Ihr Selbstbewusstsein könnte besser und ihre Souveränität größer sein.</p>
<p>Liest man die Berichte über die Schulen, die jetzt mit dem Deutschen Schulpreis 2011 der Robert Bosch Stiftung ausgezeichnet wurden, fällt auf: Sie alle haben sich geöffnet. Ausnahmslos. Nicht nur für  einzelne Personen und Experten, sondern radikal, im Kopf.</p>
<p>Dieselben Ängste wie die Lehrer, die so heftig auf die Martenstein-Kolumne reagierten, hatte der ehemalige Schulleiter des Johann-Schröder-Gymnasiums aus Karlstadt vor einigen Jahren, als die Schule beschloss, sich für externe Projekte zu öffnen. „Will ich es zulassen, dass meine Position geschwächt wird?“ hat er sich gefragt. Er hat es zugelassen und alle Schulleiter nach ihm auch. Jetzt ist die Schule einer der sieben Preisträger des Deutschen Schulpreises 2011.</p>
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		<title>„Sie stehen hinten!“ – Die Erziehungsmanie geht um</title>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 07:44:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannelore</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ältere Herrschaften, vor allem die, die niemals Kinder hatten, erziehen gern. Das Alter spielt dabei keine große Rolle. Die zunehmend kinderlose, immer älter werdende, homogen lebende Gesellschaft hat Probleme mit Ungewohntem: ungewohnten Geräuschen, ungewohnten Verhaltensweisen, ungewohntem Äußeren. Viele Menschen tun sich schwer, andere Regeln als ihre eigenen zu akzeptieren. Auch wenn es keine groben Regelverstöße [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ältere Herrschaften, vor allem die, die niemals Kinder hatten, erziehen gern. Das Alter spielt dabei keine große Rolle. Die zunehmend kinderlose, immer älter werdende, homogen lebende Gesellschaft hat Probleme mit Ungewohntem: ungewohnten Geräuschen, ungewohnten Verhaltensweisen, ungewohntem Äußeren. Viele Menschen tun sich schwer, andere Regeln als ihre eigenen zu akzeptieren. Auch wenn es keine groben Regelverstöße gab, niemand zu Schaden kam und niemand sie persönlich angegriffen hat, fordern sie die Einhaltung von Regeln – ihrer eigenen.</p>
<p>Kürzlich auf dem Wochenmarkt: Ein gestandener, erwachsener Mann wird harsch zurechtgewiesen, weil er sich am Marktstand irgendwo in die ungeordnete Menge gestellt hat: „Sie stehen hinten!“ Als Motorroller-Fahrerin, die sich hin und wieder an der Schlange vorbeimogelt, werde ich regelmäßig vom ersten startenden Auto geschnitten, angehupt oder gar vom Fahrer angeschrieen, der dafür eigens die Fensterscheibe herunterlässt. Ein junger Mann, der morgens voller Enthusiasmus mit dem Fahrrad durch den Park rast, und von einem Mann angebrüllt wird: „Hey, absteigen! Das ist verboten!“ Ein kleines Kind, zu alt um noch niedlich zu sein, das mit Straßenschuhen auf die verdreckte Metallbank in einer U-Bahn-Station steigt und von einer älteren Dame angeherrscht wird: „Geh sofort da runter“. Die Mutter, die dazukommt und um einen angemessenen Ton bittet, wird angeraunzt: „Sie hätten Ihr Kind längst richtig erziehen müssen!“</p>
<p>Die meisten Menschen reagieren darauf gelassen. Aber was sagt eine junge Frau, die aus schwierigen Verhältnissen kommt und vielleicht voller Minderwertigkeitsgefühle steckt, weil sie trotz großer Anstrengung keinen Job bekommt, wenn sie so gemaßregelt wird? Oder der pubertierende junge Mann, der sich nirgendwo mehr austoben und seine Kräfte messen kann? Wie reagieren diese jungen Menschen, wenn sie ohne Not „in den Senkel gestellt“ werden und alles nach einer „Erziehungsmaßnahme“ riecht, die überhaupt nichts bewirkt?</p>
<p>Im Sport gilt es als kleinlich, unabsichtliche, unwesentliche Fouls zu ahnden, denn das stört den Spielfluss. Der Schiedsrichter übersieht sie, obwohl er sie gesehen hat. Die nächste Stufe, die gelbe Karte, wird gezogen ohne moralinsauren Unterton. Und erst bei einer groben, absichtlichen Regelverletzung gibt es einen Platzverweis. Das wären gute Regeln für den Umgang mit Kindern und Jugendlichen! Und nicht nur mit ihnen.</p>
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		<title>Wie selbstverständlich ist Bildung?</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 07:05:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannelore</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Kinder sind von Natur aus neugierig, stellen Fragen und wollen alles ausprobieren. Mit großer Beharrlichkeit bohren sie immer weiter, bis sie eine zufriedenstellende Antwort bekommen&#8230;“ Stimmt diese Aussage, die der Tagesspiegel in seiner Februar-Ausgabe macht? Haben „Kinder“, also alle, diese intrinsische Lernmotivation? Ich glaube nicht, dass diese intrinsische Lernmotivation angeboren ist, sondern dass sie vermittelt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Kinder sind von Natur aus neugierig, stellen Fragen und wollen alles ausprobieren. Mit großer Beharrlichkeit bohren sie immer weiter, bis sie eine zufriedenstellende Antwort bekommen&#8230;“ Stimmt diese Aussage, die der Tagesspiegel in seiner Februar-Ausgabe macht? Haben „Kinder“, also alle, diese intrinsische Lernmotivation?</p>
<p>Ich glaube nicht, dass diese intrinsische Lernmotivation angeboren ist, sondern dass sie vermittelt wird von den direkten Bezugspersonen &#8211; und sie ist viel zu sehr ein Phänomen gebildeter Schichten in aufgeklärten Ländern.</p>
<p>Täglich freue ich mich aufs Neue, dass Lernen in unserer Kultur einen so hohen Stellenwert hat, auch wenn es sieben Millionen Erwachsene gibt, die nicht und weitere 13 Millionen, die nur auf unterstem Niveau lesen und schreiben können – das ist ein Viertel unserer Bevölkerung und ein Skandal, der nicht hingenommen werden kann.</p>
<p>Für uns ist es selbstverständlich, dass schon kleine Kinder forschen und naturwissenschaftliche Phänomene kennenlernen. Wir gehen mit ihnen in Technikmuseen und Science Center. Was für ein Luxus! Einer, den die meisten Kinder nicht kennen.</p>
<p>In vielen Ländern Afrikas haben die wenigsten Mütter eine Vorstellung von Bildung. Selbst Kinder, die in die Schule gehen, lernen dort herzlich wenig, weil die Lehrer schlecht ausgebildet sind. In Nepal können 70% der Menschen weder lesen noch schreiben, und Naturwissenschaften spielen dort überhaupt keine Rolle. In einer großen Buchhandlung in Kathmandu fand ich praktisch keine naturwissenschaftliche Literatur.</p>
<p>Es ist eben nicht selbstverständlich, zu lernen, zu forschen und Dingen auf den Grund zu gehen, und es ist ein großes Glück, im aufgeklärten Europa zu leben!</p>
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		<title>Auf Entdeckungsreise zu Unternehmensgeschichten</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 08:13:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannelore</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor einigen Jahren kam ein mittelständisches Unternehmen zu uns, dessen Inhaber einen „nicht so schrecklich normalen, alltäglichen“ Text für sein Jubiläum von uns wollte. Das war deshalb bemerkenswert, weil das Unternehmen schrecklich normal und alltäglich daherkam. Aber es musste wohl etwas Ungewöhnliches zu entdecken geben, denn sonst wäre diese Bitte nicht an uns herangetragen worden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Jahren kam ein mittelständisches Unternehmen zu uns, dessen Inhaber einen „nicht so schrecklich normalen, alltäglichen“ Text für sein Jubiläum von uns wollte. Das war deshalb bemerkenswert, weil das Unternehmen schrecklich normal und alltäglich daherkam. Aber es musste wohl etwas Ungewöhnliches zu entdecken geben, denn sonst wäre diese Bitte nicht an uns herangetragen worden. Wir machten uns also auf die Reise zu Firmendetails und fanden tatsächlich unzählige Geschichten, Fundstücke, Begegnungen und Entwicklungen, aus denen wir für Jahre schöpfen konnten.</p>
<p>Einst hatte ich die Gelegenheit, ein Interview mit Artur Fischer, dem Gründer der Fischer Werke, zu führen. Jedes Kind kennt dieses Unternehmen, das mit der Erfindung und Produktion von Dübeln groß wurde. Artur Fischer ist ein Erzähler, wie man ihn selten trifft, denn er hat ein Bewusstsein dafür was  Menschen interessiert und begeistert. Nie vergesse ich, wie er vor einer Schautafel „seiner“ Produkte stehen blieb und mir voller Stolz und mit strahlenden Augen einen Cupholder vorführte, der nach leichtem Antippen geräuschlos aus seiner Halterung und wieder zurück schnurrte. Artur Fischer sagte über sich selbst: „Das Denken hört nie auf“. Damals war er 85.</p>
<p>Es gibt viele Unternehmer, die, anders als Artur Fischer, ihre Schätze nicht wirklich kennen oder die meinen, ihre Geschichten seien nicht interessant genug, um erzählt zu werden. Dabei ist es nicht nur sehr spannend, gemeinsam auf Entdeckungsreise zu gehen. Egal, ob es eine Erfindung, eine nachhaltige Produktionsweise, eine holprige und doch letztlich erfolgreiche Gründung, strenge Compliance-Richtlinien oder die Entwicklung einer ungewöhnlichen Prozessoptimierung ist &#8211; oder etwas ganz anderes: Es lohnt sich, diese Geschichten zu entdecken und sie zu erzählen &#8211; Mitarbeitern, Kunden, Geldgebern oder Lieferanten. Sie stärken das Selbstbewusstsein, das Image und die Marke.</p>
<p><strong><a href="http://indivisio-pr.de/wp-content/uploads/2011/03/Entdeckungsreise.mp3" target="_blank">Als Audiodatei zum Hören</a></strong></p>
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		<title>Von Arusha über Dar es Salaam nach Zanzibar</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 10:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannelore</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gießt wie aus Kübeln auf das Hüttendach unserer Lodge am Fuße des Mount Meru in Tanzania. Regenzeit am Äquator. Eigentlich wollten wir den Kilimandscharo besteigen, oder doch zumindest eine Safari in den Nationalpark machen. Aber uns dämmert, dass wir zur falschen Zeit am falschen Ort sind, und wir beschließen, am zentralen Busbahnhof von Arusha [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gießt wie aus Kübeln auf das Hüttendach unserer Lodge am Fuße des Mount Meru in Tanzania. Regenzeit am Äquator. Eigentlich wollten wir den Kilimandscharo besteigen, oder doch zumindest eine Safari in den Nationalpark machen. Aber uns dämmert, dass wir zur falschen Zeit am falschen Ort sind, und wir beschließen, am zentralen Busbahnhof von Arusha eine Fahrkarte für den Dar Luxury Express zu kaufen und am nächsten Tag in Richtung Dar es Salaam zu verschwinden.</p>
<p>Zehn Stunden Fahrt liegen vor uns, aber selten habe ich eine so lange Fahrt als so stressfrei empfunden. Die Klimaanlage funktioniert, die Stewardess bringt Getränke, von den Bildschirmen dudeln Soaps und sogar die vielen Kinder sind ruhig und friedlich.</p>
<p>Ankunft in Dar-es-Salaam bei tief stehender Sonne, die hier jahraus, jahrein um 18 Uhr untergeht. Noch im Bus sitzend hat mich ein Taxifahrer ins Visier genommen. Er weicht beim Aussteigen nicht von meiner Seite, palavert etwas von einem „guten Preis“ und lässt unser Gepäck schon mal in seinem Kofferraum verstauen. Mein „STOP!“ lässt ihn ungläubig zusammenfahren. Koffer und Taschen wieder raus &#8211; ich habe mich für einen anderen Taxifahrer entschieden mit dem ich – das habe ich inzwischen gelernt – im Voraus den Preis ausgehandelt habe.</p>
<p>Auch hier herrscht wie überall auf unserer Reise ein unglaubliches Durcheinander von Menschen, Gerüchen, Geräuschen. Dar es Salaam ist fremd und aufregend. Immer wieder entdeckt man Spuren der deutschen Kolonialzeit. In manchen Vierteln müssen wir achtgeben, nicht in Mokka- und Teegläser zu treten, weil Männer palavernd am Boden sitzen. Unten am Meer, wo wir unsere Tickets für die Überfahrt nach Zanzibar kaufen, seift sich jemand ausgiebig ein, ein anderer meditiert in Richtung untergehender Sonne &#8211; völlig versunken in sich und seine Spiritualität.</p>
<p>Wir verlassen Dar mit einer der vielen Fähren in Richtung Stone Town. Bei unserer Ankunft empfängt uns erneut eine Händler- und Reisebegleitermeute &#8211; ich werde mich daran nicht gewöhnen. Die Insel aber entschädigt für alles: dieser schillernde, fremde Traum im türkisfarbenen Ozean, mit warmem Wind, feinem Sand, raschelnden Palmen am Strand, mit orientalischen Farben, Gesängen, Gerüchen. Man findet Spuren des einstigen Sklaven- und Gewürzhandels, es gibt indische, arabische, afrikanische und europäische Einflüsse. Stone Town, mit taarab Musik und dem Gesang des Muezzins, ist wie ein Ort aus tausend und einer Nacht. Ein guter Ort, um dem europäischen Winter zu entfliehen.</p>
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		<title>Das neue Bild von Schule</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Feb 2011 08:31:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannelore</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach wie vor – und vermutlich noch in zwanzig Jahren – hört man Klagen über junge Lehrerinnen und Lehrer, die nicht in der Lage seien, komplexe Aufgaben zu lösen, über Lehramts-Studierende, die allenfalls vorgedachte Lösungen abarbeiten könnten, über Lehramtsanwärter, die nicht in der Lage seien, im Team zu arbeiten. Ein Workshop für angehende Lehrkräfte zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach wie vor – und vermutlich noch in zwanzig Jahren – hört man Klagen über junge Lehrerinnen und Lehrer, die nicht in der Lage seien, komplexe Aufgaben zu lösen, über Lehramts-Studierende, die allenfalls vorgedachte Lösungen abarbeiten könnten, über Lehramtsanwärter, die nicht in der Lage seien, im Team zu arbeiten.</p>
<p>Ein Workshop für angehende Lehrkräfte zum Thema Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising: Jede Gruppe soll anhand einer Stärken-Schwächen/ Chancen-Risiken-Analyse (SWOT) das spezifische Potenzial „ihrer“ (fiktiven) Schule herausarbeiten. Dafür sind Vision und Botschaft zu formulieren und außerdem eine Projektidee zu entwickeln, die diese Botschaft einer bestimmten Zielgruppe vermitteln kann – und zwar einprägsam und nachhaltig. Obwohl das ein ziemlich komplexes Schulentwicklungs-Thema ist, das außerdem nicht unbedingt in die Kernkompetenz angehender Lehrer/innen fällt, wurden kreative und gleichzeitig strukturierte Lösungen erarbeitet, die sich in die Praxis umsetzen ließen. Und auch die Erarbeitung der begleitenden Pressemeldung gelang einwandfrei, weil kein Gruppenkonsens für einzelne Formulierungen gesucht, sondern die Aufgaben entsprechend der unterschiedlichen Kompetenzen aufgeteilt wurden.</p>
<p>Es gibt noch mehr gute Nachrichten: Grundschulkinder, die im Herbst in Baden-Württemberg eingeschult wurden, erzählen von Freiarbeit und Wochenplänen, die sie gemeinsam mit ihren Lehrerinnen erstellen. Ist das Kind früher fertig als geplant, hilft es den Langsameren oder holt sich Zusatzaufgaben. Ich vermutete, dass es sich um eine besonders innovative Grundschule handelt. Aber meine kleine Recherche ergab: An vielen ganz normalen Schulen vollzieht sich offenbar ein Wandel – angenehm unaufgeregt und selbstbewusst.</p>
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		<title>Fundraising, Mittelakquise, Spendengelder</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Jan 2011 10:04:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannelore</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schulentwicklung]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der Recherche für meine nächste Workshop-Staffel „Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit“, die demnächst beginnt, bin ich auf Zahlen gestoßen, die mich nachdenklich gemacht haben. Eingedampft kann man sagen: 2009 (okay, ein Krisenjahr) sank das Fundraising-Aufkommen in Deutschland um 3% und betrug mit 2,1 Mrd. Euro lediglich 0,1% des Bruttoinlandsprodukts. In den USA (vermutlich stärker gebeutelt als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Recherche für meine nächste Workshop-Staffel „Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit“, die demnächst beginnt, bin ich auf Zahlen gestoßen, die mich nachdenklich gemacht haben. Eingedampft kann man sagen: 2009 (okay, ein Krisenjahr) sank das Fundraising-Aufkommen in Deutschland um 3% und betrug mit 2,1 Mrd. Euro lediglich 0,1% des Bruttoinlandsprodukts. In den USA (vermutlich stärker gebeutelt als Deutschland), wurden wie alle Jahre zuvor etwa 2,1% des BiP (GDP) gespendet (309 Mrd. US$). Das ist ein gewaltiger Unterschied und heißt für Deutschland, dass noch ordentlich Luft nach oben ist.</p>
<p>Leider enthält keine der Statistiken Zahlen über ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden bzw. deren Gegenwert. Auch ist nichts zu erfahren über den Know-How-Transfer, der dabei fast immer stattfindet – was ganz sicher nichts mit Geringschätzung zu tun hat. Damit diese Leistungen nicht vergessen werden, empfehle ich meinen Workshop-Teilnehmern, diese Zahlen unbedingt mit einem entsprechenden Wert zu versehen und zu evaluieren.</p>
<p>Ich habe leider manchmal den Eindruck, dass Fundraising in Deutschland nicht, wie in den USA, eine Kulturtechnik ist sondern noch immer wie eine Peinlichkeit behandelt wird. Selbst wenn man mit offenen Armen zur „lustvollen“ Beteiligung an einem Projekt einlädt, ist die Reaktion immer noch zu selten: „Interessantes Projekt! Gerade bin ich zwar da und dort engagiert, weshalb ich nur wenig beisteuern kann“. Angesprochene reagieren erstaunlicherweise manchmal überhaupt nicht.</p>
<p>Das ist sehr schade und ich würde mir wünschen, das selbstverständliche, „lustvolle“ Geben wäre auch in Deutschland stärker kulturell verankert. Aber wir sind durchaus auf gutem Weg, wenn man den Anstieg der Stiftungsgründungen betrachtet: Bundesweit stieg die Zahl der Stiftungen 2009 um 914 oder sechs Prozent auf 17 372 (Bundesverband Deutscher Stiftungen).</p>
<p>Welche Erfahrungen haben Sie mit Gebern aller Art gemacht? Über welche Strukturen für ein erfolgreiches Fundraising verfügt Ihre Schule/ Ihre Organisation/ Ihr Verband?</p>
<p>Ich freue mich über Rückmeldungen und Kommentare.</p>
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		<title>Vom Verschwinden scheinbar überflüssiger Fragen</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Dec 2010 08:45:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannelore</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Fragen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[Hat man Sie in letzter Zeit etwas richtig Sinnvolles gefragt? So, dass Sie das Gefühl hatten, da will jemand wirklich etwas von Ihnen oder über Sie wissen? Mich hat neulich die Telekom etwas gefragt. Nichts Sinnvolles. Und meine Antwort brachte den netten jungen Mann ziemlich durcheinander. Er fragte nämlich nach meiner Telefonnummer, aber ich hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hat man Sie in letzter Zeit etwas richtig Sinnvolles gefragt? So, dass Sie das Gefühl hatten, da will jemand wirklich etwas von Ihnen oder über Sie wissen?</p>
<p>Mich hat neulich die Telekom etwas gefragt. Nichts Sinnvolles. Und meine Antwort brachte den netten jungen Mann ziemlich durcheinander. Er fragte nämlich nach meiner Telefonnummer, aber ich hatte ihn wegen der Homepage meiner Agentur angerufen, die nicht erreichbar war. Offenbar wurde der Server gewartet. Etwas irritiert gab ich sie ihm, aber er hatte unter dieser Nummer einen anderen Teilnehmer in seinem Telekom-Computer gespeichert. Daraufhin gab ich ihm eine weitere Nummer (man hat ja inzwischen viele), er fand mich trotzdem nicht. Dann beschloss ich, ihm eine sinnvolle Frage zu stellen, nämlich: „Ist es nicht eigentlich völlig egal, welche Telefonnummer ich habe? Weil &#8230; es geht um meine Firmen-Website“.</p>
<p>Überhaupt keine Frage hatte die Sprechstundenhilfe meines Augenarztes an mich. Ich ging zu ihm, weil ich etwas wegen meiner Netzhaut abklären lassen wollte. Die junge Dame setzte mich auf den Behandlungsstuhl und begann mit einem Sehtest. Aber ich wollte keinen, auch wenn die Krankenkasse das bezahlt hätte. Noch immer fragte sie nicht, warum ich denn gekommen bin, sondern schaute in meine Karteikarte und stellte fest: „Aber Ihre linke Kontaktlinse ist ganz neu.“ In der Tat, das war richtig – aber leider hatte sie wieder nicht erraten, warum ich gekommen war. Ich habe es ihr dann gesagt, auch ohne gefragt worden zu sein.</p>
<p>Als ich aus der Praxis kam, rief ich gleich wegen eines Termins im Kontaktlinsenstudio an. Ich hätte Glück, in einer Stunde sei ein Termin frei, sagte mir die nette Dame am Telefon. Ich erklärte kurz, worum es ging, aber die Verbindung war schon unterbrochen. Aus dem Wartezimmer holte mich eine andere nette Dame ab, die ich vom letzten Mal schon kannte, aber leider, leider – sie habe nur eine halbe Stunde Zeit statt der benötigten Stunde. Ob man mich denn nicht nach meinem Anliegen gefragt habe&#8230;</p>
<p>Kinder, merkt Euch: Es gibt KEINE überflüssigen Fragen. Oder: Gebt Antworten, auch wenn man Euch nicht gefragt hat!</p>
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